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Sonntag
Sep262010

"Fuh", Hamburg: Das Kleinod von Ottensen

OK, es hat etwas gedauert. Aber ich bitte festzuhalten: Wir haben unser Versprechen gehalten, irgendwie.

Es war Weihnachten 2007, wir feierten in Hamburg. Freunde hatten kurz zuvor einen Kochkurs im “Fuh” zu Ottensen gemacht. Von dem waren sie begeistert und hatten das Angebot angenommen, beim “Fuh” eine Gans zu ordern. Wir holten sie einen Tag vor Heiligabend ab, der Gänsevater war vor Ort, erklärte gab Tipps, dazu Glühwein und Kekse - eine herrliche weihnachtliche Atmosphäre. 

Und so versprachen wir noch über Weihnachten hier bei Gotorio:  “Bei unserem nächsten Hamburg-Besuch testen wir das “Fuh” - versprochen.”

*räusper*

Es gingen dann einige Visiten nach HH ins Land. Aber nun waren wir endlich da. Und haben uns geärgert - weil wir dem “Fuh” nichts schon längst einen Besuch abgestattet haben.

Optisch regiert Shabby Chic: Blaue Häkeldeckchen auf abgeschrammten Tischen, ein kleiner, bewusst schrammeliger Gastraum, eine Bar, ganz hinten die offene Küche.

Das “Fuh” hat sich lokaler Zutaten verschrieben. Möglichst viel der Ingredienzen soll aus der Gegend kommen, eine ganze Menge sogar von Bio-Höfen ohne Zertifikat - denn solche Warenzeichen seien eben teuer. Der “Fuh” rühmt sich der persönlichen Kontakte zu seinen Lieferanten. 

So etwas muss erklärt werden und das macht der Service ganz wunderbar. Fröhlich-herzlich gibt es Informationen zu den Speisen und den Weinen, wir kommen ins Plaudern. Gast-Freundschaft wird hier wörtlich genommen. So lassen wir uns als Rotwein den Schönhals Regent empfehlen, obwohl Regent eigentlich eher eine Beimischungssorte ist. Doch das uns vorher nicht bekannte Weingut Schönhals macht einen tollen Job: Der Regent ist zum Essen eine hervorragende Wahl. 

Gleich der erste Gang steigert die Begeisterung. Die knusprige Hof Berg-Pikantokäserolle fällt zwar unter “Kann man machen, muss man nicht”. Doch darunter liegt einer der leckersten Tomatensalate, die ich je gegessen habe. Historische Tomaten sind es, also nicht so furchtbar schöne, aber dafür umso aromatischere. Zusammen mit der Marinade und einem Gurkenchutney entsteht ein großartiger, tomatiger Geschmack, der Gegenentwurf zu spanischen und holländischen Wasserbällen.

Danach folgt ein üppiges Stück Lachsforelle der Züchterei Reese mit Spinatrisotto und - Überraschung - gelber Beete. Wieder so ein Gemüse, dass es seit langem gibt, das aber aus unerfindlichen Gründen (die mutmaßlich im wirtschaftlichen Gebiet liegen) in Vergessenheit geraten ist. Die Gesamtkomposition ist toll, die Lachsforelle auf den Punkt zubereitet, mit knuspriger Haut und schönem Aroma. 

Das trifft auch auf die Keule und das Rückenstück vom Galloway-Rind zu, die es auf leckerstem Basilikum-Bohnenragout mit Schupfnudeln und Zwiebelchutney gibt. Auch hier gilt: toll komponiert, voll von Aroma. Und wie bei allen Gängen gilt auch hier: Wer im “Fuh” zu Gast ist, sollte Hunger mitbringen - es gibt reichlich was auf den Teller.

Den Abschluss macht ein frisches Joghurt-Parfait mit Waldbeeren und Grießkrapfen. Ebenfalls prima, fällt aber ein klein wenig ab gegenüber den anderen Gängen.

Am Ende gehen wir begeistert, auch vom Preis. Ein Vier-Gänge-Menu dieser Qualität dürfte für 35 Euro kaum sonst irgendwo in Hamburg zu finden sein. Weshalb wir hiermit das “Fuh” allen Hanseaten und ihren Besuchern wärmstens empfehlen. 

Und wir versprechen: Wir kommen bald wieder. Echt jetzt. Doch! WIRKLICH! VERSPROCHEN!

Fuh
Fischers Allee 42
22763 Hamburg
Telefon: 040 - 39 00 566

 

Reader Comments (1)

Nun haben wir es geschafft nach Jahren hier einzukehren
und was soll ich sagen wirklich klasse immer noch grossartig
grüsse aus hamburg

Januar 30, 2016 | Unregistered Commenterwiem

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