Über Go to Rio

GotoRio  ist die etwas andere Reiseseite im Internet. Sie steht für subjektive Eindrücke und Erlebnisse, und wir, die Autoren, stehen mit unserem Namen zu dem, was wir schreiben. Reisen, Restaurantbesuche, Shoppingtouren sind selbst bezahlt - denn wir sind nicht käuflich.

Praktischer Hinweis: Wenn Ihr in Rubriken suchen wollt, findet Ihr die weiter unten auf der Seite unter dem Stichwort Suchen und Finden!

 

Warum heisst gotorio Go to Rio? Weil wir über alle Orte schreiben - außer Rio.

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Donnerstag
Mai312007

Hippiefeeling auf dem Hausboot

Letzten Sommer, Ende Juni 2006, waren wir zu einer Hochzeit in San Francisco eingeladen. Eine Bekannte aus Barcelona hat für die anreisenden Europäer die Reiseplanung übernommen und uns eine ganz besondere Unterkunft gebucht: Ein Hausboot in Sausalito.

ameer.jpg

Wirklich tolle Idee. Allein die Aussicht vom Deck auf das Meer. Spielende Robben, Möwen auf Beutezug, Paddler, Angler, Segler. Am Nachmittag das Schauspiel des über die Hügel hereinrollenden Nebels. Wir hätten auf unsere mittelalten Tage glatt aussteigen und ne Hausboot-WG gründen können. Und für immer bleiben. Dopppelseufz!

The Ameer, sleeps 8, auch kreuz und quer. Wirklich überraschend viel Platz. Extra schön (und kuschelig klein) die Käptn’s Kajüte.  Tarife auf der Website: Besonders günstig ist das Hippie-Feeling zwischen November und März!

Mittwoch
Mai302007

New: Shortcut

We proudly present: Our new category called Shortcut! Gerade für diese neue Gotorio-Rubrik erhoffen wir uns von allen Lesern möglichst viel Input: für das nämlich was meine Freundin Gwen so gern als “Useful bits of information” bezeichnet und vor Ort Zeit spart. Natürlich soll alles, was wir hier festhalten für andere Reisende nützliche Information sein und zum Austausch von Informationen anregen. Aber es gibt ja diese kleinen Tipps die das Leben leichter machen.

zum Beispiel in Paris:

Ein spontaner Museumsbesuch im Louvre scheint fast unmöglich. Doch die endlosen Schlangen lassen sich prima vermeiden, wenn man mit der Metro fährt und in der Station ‘Louvre’ aussteigt. Von dort gibts auch einen Zugang ins Museum mit viel weniger Andrang. Weitere Eingänge liegen hinter Torbögen versteckt weiter hinten im Louvre-Komplex. Auch die werden wenig benutzt. Es gibt also keinen Grund, sich vor der weltberühmten Pyramide wegen Tickets die Beine in den Bauch zu stehen!

Schlangen am Eiffelturm kann man verkürzen, indem man die Treppen bis zur 1. Station hochläuft und dort ein Ticket löst. 

zum Beispiel Rom:

Mal eben schnell in die Sixtinische Kapelle?! Unmöglich, führt doch die Warteschlange meist um die halbe Vatikanstadt herum. Wer pfiffig ist und bereit, ein paar Euro zu investieren, um Zeit zu sparen, der geht an der Schlange vorbei direkt zum Eingang. Dort stehen Reiseführer, die für einen Betrag von um die 40 Euro pro Person (ist Verhandlungssache) eine komprimierte Führung durchs Vatikanische Museum machen und einen zur Kapelle lotsen.

Wer das Geld sparen will und allein unterwegs ist, kommt eine Stunde vor der Schliessung und schmuggelt sich an den Menschenmassen im Museum vorbei. Das ist selbst bei höchstem Andrang in einer halben Stunde zu schaffen - inklusive eines Schnelldurchlaufs durch die schönsten Prunkräume - dann bleibt noch genug Zeit, um einen Blick in die Kapelle zu werfen. Und der lohnt sich, trotz Menschengewusel, ganz sicher!

Umsonst und exklusiv kommt man übrigens auch ins Vatikanische Museum und in die Sixtinische Kapelle. Dafür muss man allerdings jemanden kennen, der im Vatikan lebt oder arbeitet, dann wird man von der Schweizer Garde am Haupttor lässig durchgewunken. Also vielleicht mal jemanden ansprechen, der mit wehender Soutane über den Petersplatz eilt…. Kann sich lohnen :-) 

Sonntag
Mai272007

Bijan Bar, Kuala Lumpur

Die Empfehlung des Concierge im „Mandarin Oriental“ für unser einziges Abendessen in der Stadt: die “Bijan Bar”. Vorweggenommen: für denjenigen, der gern thailändisch oder vietnamesisch ist, ist die malaysische Küche eine echte Entdeckung. Und der Koch der „Bijan Bar“ kann sie in Perfektion zubereiten.

Mein persönlicher Favorit: “Ikan Percik; John Dory fillets marinated with turmeric & crushed ginger, chargrilled & drizzled with spiced coconut gravy” Lecker, lecker, lecker! Zu den Currys unbedingt den „Nasi Minyak Spiced fragrant rice served with acar & fruit relish” bestellen.

Und wer es exotisch liebt, kann als Dessert noch den Durian Cake probieren. Kuchen aus der Stinkfrucht, die man in kein Hotelzimmer mitnehmen darf – aus gutem Grund. Der superfreundliche Kellner rät vorsichtig ab und warnt uns, das uns die beiden vorhergehenden Gänge wieder hochkommen könnten. So was hat uns noch nie abgeschreckt. Und so schlimm ist es nicht, aber ich finde es schmeckt wie es riecht. Mein Freund hingegen ist ganz begeistert. Schade das wir nur eine Nacht hier sind. Die Karte gibt noch einiges her.

7/7

“Bijan Bar”
No 3 Jalan Ceylon
50200 Kuala Lumpur
Malaysia

Sonntag
Mai272007

Mandarin Oriental, Kuala Lumpur

Nach zwei Wochen Kambodscha und Vietnam beendeten wir unseren Urlaub in Kuala Lumpur (bzw. KL wie hier alle sagen). Erste Eindrücke: Kulturschock nach der Armut Vietnams, Metropolis, mein Gott sind die Menschen hier freundlich. Wir übernachten in meinem seitdem erklärten Lieblingshotel: dem “Mandarin Oriental”.

In noch keinem Hotel auf der Welt habe ich so freundliche, zuvorkommende und unaufdringliche Mitarbeiter erlebt. Die Rezeptionistinnen kennen uns nach dem Check in auch am nächsten und übernächsten Tag noch mit Namen (und das bei nach grober Schätzung mindestens 1.000 Hotelgästen!). Das Frühstücksbuffet ist so, das man gut und gerne eine Woche hier übernachten kann ohne gelangweilt zu sein (üblicherweise kommt bei mir die Langeweile bei Buffets spätestens an Tag 2). Die Zimmer sind groß und geräumig, in zeitlos elegantem Stil eingerichtet. Cooles, gestyltes Design findet man hier nicht  (was ich ansonsten bevorzuge) aber der Service macht einfach alles andere Wett. Man fühlt sich zu Hause.

Der Morgen reicht noch zum kurzen Shopping. Im Einkaufszentrum KLCC direkt neben dem Mandarin Oriental gibt es wirklich alles, was die Markenwelt hergibt. Und wer es mag, kann sich hier seine Reise „refinanzieren“. Mit einem Gutschein aus dem Hotel bekommt man Rabatt und kann so z.B. bei Tag Heuer eine Uhr 30 Prozent günstiger erstehen als in Deutschland. Wer kurzfristigen Markenspaß für kleines Geld bevorzugt, geht lieber auf den Straßenmarkt Jalan Petaling in China Town. Da gibt es wirklich alles. Wer gut handelt bekommt hier einen Rolex-Fake für 30 oder „Gucci“-Taschen für 25 Euro. Hält allerdings nicht lange…

Mein Fazit: Die Malayen sind die freundlichsten Menschen die ich bis jetzt kennen gelernt habe. Und die Freundlichkeit  wirkt absolut herzlich, ehrlich und in keinster Weise aufgesetzt. Der nächste Urlaub ging übrigens direkt nach Malaysia. Im „Manadarin Oriental“ haben sie uns nach gut einem Jahr wieder erkannt.

7/7

Mandarin Oriental
Kuala Lumpur City Centre
50088 Kuala Lumpur
Malaysia

Donnerstag
Mai242007

Overpriced and overrated

Also bis jetzt hamwer ja hier fast nur gelobt. Aber manchmal muss man auch meckern. Dieses Urlaubserlebnis liegt zwar schon eine Weile zurück. Aber trotzdem wollte ich das mal loswerden. Im Januar 2006 waren wir auf der malaysischen Insel Langkawi in einem Hotel namens Datai. Das heisst, der Name ist natürlich eigentlich THE Datai. Denn DAS Datai ist Kult geworden seit es vor 10 ? Jahren eröffnet wurde. Zum grossen Teil errichtet aus Tropenhölzern, die man aus der Schneise für die Hotelanlage geschlagen hat, war es eins der ersten Resorts, die marketingtechnisch den Versuch gemacht haben, eine Art ‘Öko-Image’ aufzubauen. Auch heute noch gibts Urwaldführungen mit einem Natur-Guide. Es war sehr schön dort, keine Frage. Aber für ein Hotel der Spitzenklasse mit entsprechenden Preisen dann auch eben wieder nicht nett genug. Der Service war so lala, der Balkon bzw. die Terrasse nahezu unbenutzbar, weil Makakenaffen-Männchen die Hotelzimmer belagern und so einiges mitgehen lassen. Nicht nur Obst aus dem Fruchtkorb im Zimmer, sondern auch Kameras und - besonders gern- glitzernde Brillanten. So mancher Diamantring von Honeymoonern soll vom Nachttisch stibitzt und auf Nimmerwiedersehen im tropischen Regenwald verschwunden sein. Ausserdem sind die Viecher einfach unfreundlich und aggressiv. Die meisten Gäste halten deshalb respektvollen Abstand. Jetzt könnte man argumentieren, dass die Tiere zuerst da waren und der Mensch in ihren Lebensraum eingedrungen ist. Was eben auch irgendwie richtig ist. Nervig ist es trotzdem.

Und irgendwie war der Lack so ein bisschen ab an dem Hotel. Die Feuchtigkeit und Hitze setzt den Gebäuden eben doch auf die Dauer zu. Unter den Gästen diverse russische Investmentbanker mit dicken Wodkaplautzen, die abends die Puppen haben tanzen lassen. Und morgens am Frühstückstisch am Pool den direkten Blick auf KaJo Neukirchens Schwimmübungen (Ex Metallgesellschaft). Wer braucht das?

Selbst eingefleischte Datai-Fans, die mit uns befreundet sind, haben dem Hotel den Rücken gekehrt und steigen seit neuestem im Four Seasons ab. Das ist noch ziemlich neu, ziemlich klein und deshalb ziemlich exklusiv.

Über ein so nettes Thai-Restaurant wie das Datai verfügt das Four Seasons allerdings nicht. Und um nochmal was Versöhnliches zu sagen: die Sundowner auf der Barterrasse über den Baumwipfeln und mit Blick aufs Meer ist schon ziemlich super. Und der beste aller Ehemänner war von den Waitressen auch schwer beeindruckt.

Aber hinfahren würden wir nicht nochmal. Sorry, Datai. Nächstes Mal lieber ins

Four Seasons Resort
Langkawi Malaysia
Jalan Tanjung Rhu
07000 Langkawi
Kedah Darul Aman 
Malaysia
Tel.
60 (4) 950 8888
Fax.
60 (4) 950 8899