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Freitag
Jan182019

"100/200", Hamburg: Viel Kopf, wenig Lachen

„Hamburg meine Perle“ heißt die heimliche Hymne der Hansestadt.

Ich mag das Lied nicht.

Der Text ist mir zutiefst unsympathisch. Nichts ist hier zu spüren etwa von der Toleranz Kölns, der prolligen Ruppigkeit Berlins, beide mit jeder Menge Selbstironie ausgestattet. Nein, in der Welt des Hamburg-Patrioten gibt es nur die eine Stadt, und alle anderen sind Schrott.

Das darf man hier auch sagen, gern deutlich und deftig (Zitat ‚Hamburg meine Perle’: „Wenn du aus der Hauptstadt kommst, scheißen wir auf dich und dein Lied“). Mit ähnliche Klarheit sieht sich der Zugereiste mitunter konfrontiert, wenn er nicht der Meinung ist, das Wetter sei ein Traum, der HSV einer der führenden Fußballvereine Deutschlands und die kulinarische Szene an Elbe und Alster eine der spannendsten und vielfältigsten im ganzen Land.

Wobei es nur fair ist anzumerken: Bei all diesen Themen tut sich was. So war der Sommer 2018 in der Tat sensationell, der HSV spielt in der 2. Liga bislang einigermaßen vorn mit – und auch kulinarisch bewegt sich der Norden. Aktuelles Beispiel ist die - nach der Eröffnung des spektakulären ‚The Table‘ im Jahre 2015 - wohl gehypteste Neueröffnungen der letzten Jahre: Das "100/200" von Thomas Imbusch.

Wer einen der wenigen Tische reservieren konnte und das Menue vorab bezahlt hat, darf ins Industriegebiet Rothenburgsort kommen, wo das "100/200" in einem Industriegebäude unweit der Elbbrücken seine Pforten eröffnet hat, also fernab der üblichen Ausgehviertel von Hamburg.

Es ist nicht ganz leicht, den Eingang zu finden. Mit dem Aufzug geht es dann ins oberste Stockwerk. Neben einer verspiegelten Tür weisen Pfeile aus Isolierband auf den Klingelknopf hin. Die Tür öffnet sich, ein Servicemitarbeiter empfängt uns, sehr höflich werden wir ins Restaurant geleitet. Das befindet sich in einem komplett schwarzgestrichenen Raum, in dessen Mitte die Küche hell erstrahlt. Sie ist das Herzstück des Raums, angeleuchtet und inszeniert wie ein Boxring, eine Bühne, ein Altar, auf dem ein Hohepriester der staunenden Gemeinde predigt.

Wir werden an die Bar geführt

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